Einsatzteams übten am 20.06.2026 in Gundelsheim (Neckar-Odenwald-Kreis) Sondersituationen im Rahmen der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)
Praxis-Situationen in der Tierseuchenbekämpfung
„Einsatzübung ASP“ hieß das Stichwort für rund 20 aktive Einsatzkräfte aus dem ASP-Programm am Samstag, 20.06.2026.
In Waldflächen rund um Gundelsheim hatte die Einsatzabschnittsleitung (EAL) bei sommerlichen Temperaturen Suchgebiete vorbereitet, die die Teilnehmenden mit unterschiedlichsten Aufgaben aus dem realen Einsatzgeschehen konfrontieren sollten.
Nach dem routinierten morgendlichen Einsatzbriefing wurden die Teams eingeteilt, Material ausgegeben und Flächen zur Abarbeitung zugewiesen.
Während in einigen Flächen natürlich Geruchsproben durch die Teams zu finden waren, lag der Fokus für die Einsatzkräfte an diesem Tag auf eher außergewöhnlichen Herausforderungen mit realem Einsatzbezug:
In einem Suchgebiet wurde eingespielt, dass sich der Hund an der Pfote verletzt habe und noch vor Ort fachmännisch zu versorgen sei. In einem anderen Waldstück hatte sich eine Einsatzkraft so verletzt, dass sie auf eigenen Beinen nicht mehr mobil war und – unter Zuhilfenahme weiterer Kräfte – bis zum Waldweg transportiert werden musste. Geübt werden sollten hierbei Meldewege, Hilfestellungen durch Drittkräfte, adäquate Erstversorgung und der Umgang mit atypischen Herausforderungen.
Für weitere Einsatzkräfte kam die Meldung, dass das eigene Fahrzeug bei Zufahrt zum Suchgebiet festgefahren worden sei. Das Fahrzeug war dann freizuschleppen.
Der Bereich der Kadaverbergung wurde mit einem 80kg schweren Dummy simuliert. Hier war das Ziel, die Hygienevorschriften vor und bei Transport anzuwenden und den „Kadaver“ mittels Bergeequipment bis zum Fahrzeug zu bewegen, korrekt zu melden, auf korrekte Lagerung des „Kadavers“ für den Transport zu achten und den Fundort zu desinfizieren.
Insgesamt bescheinigten die beteiligten Teams wie auch die Einsatzabschnittsleitung einen sehr motivierten Ablauf, bei dem auch untypische oder nicht alltägliche Abläufe in einer geschützten Atmosphäre beübt, Verbesserungsvorschläge geteilt und Zusammenarbeit trainiert werden durften. Die nächste Übung steht im zweiten Halbjahr 2026 an.
















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