
Zusammenfassung
Forschen, entwickeln und testen unter realistischen Bedingungen: Das TCRH bietet Hochschulen, Unternehmen, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eine praxisnahe Plattform für sicherheitsrelevante Innovationen. Hier können Produkte, Verfahren, Einsatzkonzepte und Ausbildungslösungen für Bevölkerungsschutz, Katastrophenvorsorge, Zivilschutz sowie innere und äußere Sicherheit entwickelt, erprobt und trainiert werden.
Angesichts hybrider Bedrohungen, wachsender Anforderungen an KRITIS-Schutz, komplexer Katastrophenlagen und neuer technologischer Möglichkeiten braucht Sicherheit mehr als Theorie. Sie braucht realistische Szenarien, erfahrene Anwender, belastbare Tests und den Transfer in die Einsatzpraxis.
Forschung, Entwicklung, Testung und Training unter realistischen Einsatzbedingungen.
Reallabor für Bevölkerungsschutz, Sicherheit und einsatznahe Innovation
Neue Technologien, Verfahren und Ausbildungskonzepte für den Bevölkerungsschutz, die Katastrophenvorsorge, den Zivilschutz sowie die innere und äußere Sicherheit müssen dort erprobt werden, wo ihre spätere Anwendung realitätsnah abgebildet werden kann. Das TCRH bietet mit seinen Übungsobjekten, Szenarien, Fachanwendern, technischer Unterstützung und einsatznahen Rahmenbedingungen eine interdisziplinäre Plattform dafür.
Ob Such- und Rettungslagen, technische und biologische Ortung, Drohnensysteme, Lagebilddarstellung, Einsatzführung, Schutz kritischer Infrastruktur, Tierseuchenbekämpfung oder medizinisch-taktische Anwendungen: Im TCRH können Produkte, Verfahren und Konzepte praxisnah geplant, entwickelt, getestet, bewertet und weiterentwickelt werden.
Reallabor für sicherheitsrelevante Anwendungen
Die Sicherheitslage verändert sich. Naturereignisse, Pandemien, Tierseuchen, CBRN-Gefahren, Cyber- und hybride Bedrohungen, Sabotageakte sowie Ausfälle der kritischen Infrastruktur und komplexe Großschadenslagen stellen Einsatzkräfte, Behörden, Unternehmen und die Forschung vor neue Herausforderungen.
Das TCRH schafft einen Ort, an dem diese Anforderungen nicht nur theoretisch betrachtet, sondern auch praktisch überprüft werden können. Hier treffen Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Unternehmen, Behörden, Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und Anwender aus der Praxis auf realitätsnahe Szenarien und einsatzerfahrene Fachleute.
Von der Idee zur einsatzfähigen Lösung
Für sicherheitsrelevante Innovationen sind Laborbedingungen nicht ausreichend. Sie müssen unter Belastung, in unübersichtlichen Lagen, mit realen Schnittstellen und zusammen mit den späteren Anwendern getestet werden.
Das TCRH unterstützt seine Projektpartner dabei entlang des gesamten Entwicklungsprozesses.:
- Konzeption:
Entwicklung von Szenarien, Versuchsaufbauten, Übungsdesigns und Testformaten. - Erprobung:
Durchführung von Mess-, Test- und Vergleichskampagnen unter realitätsnahen Bedingungen. - Anwenderfeedback:
Einbindung erfahrener Einsatzkräfte, Fachanwender, Ausbilder und Führungskräfte. - Auswertung:
Beobachtung, Dokumentation, Bewertung und Ableitung von Verbesserungen. - Training:
Schulung von Anwendern, Ausbildern, Servicekräften und Multiplikatoren. - Präsentation:
Demonstration von Lösungen gegenüber Anwendern, Entscheidern, Partnern und Fördermittelgebern.
Forschung und Entwicklung für BOS, Behörden und Unternehmen
Das TCRH wendet sich an Hochschulen, Forschungseinrichtungen, F+E-Abteilungen, Hersteller, Behörden, Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und weitere Akteure aus dem Bereich der Sicherheit. Das Ziel besteht darin, Innovationen schneller in die Praxis zu überführen und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie den Anforderungen realer Einsatzlagen standhalten.
Besonders geeignet ist das TCRH für Projekte in folgenden Bereichen:
- Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge
- Zivilschutz und zivile Verteidigung
- Schutz kritischer Infrastruktur
- Technische Ortung und Rettungstechnologien
- Biologische Ortung und Diensthundewesen
- Drohnen, Sensorik und Lagebilderfassung
- Einsatzführung, Stabsarbeit und digitale Lagebilder
- Search and Rescue, Retten und Bergen
- CBRN-, Tierseuchen- und Sonderlagen
- Arbeitsschutz, Tierschutz und sichere Einsatzverfahren
- Ausbildung, Simulation und Trainingstechnologien
Mess- und Testkampagnen
Das TCRH bietet für Forschungs- und Entwicklungsprojekte einen praxisnahen Rahmen zur Durchführung von Mess- und Testkampagnen. Dabei können bestehende Übungsobjekte, Freiflächen, Gebäudestrukturen, Trümmerlagen, technische Infrastruktur sowie Beobachter, Darsteller, Fachanwender und Auswertungsformate eingebunden werden.
So lassen sich die Machbarkeit, Robustheit, Bedienbarkeit, der taktische Nutzen und die Grenzen neuer Systeme realitätsnah überprüfen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Lösungen später durch Einsatzkräfte, Stäbe, Behörden oder Betreiber kritischer Infrastrukturen genutzt werden sollen.
Produkttests und Anwendererprobung
Produkte für sicherheitsrelevante Anwendungen müssen im Einsatz zuverlässig funktionieren. Dies betrifft Hard- und Software ebenso wie Sensorik, Rettungsgeräte, Ortungstechnik, Kommunikationslösungen, Drohnensysteme, Lagebildsysteme oder Ausbildungstechnologien.
Im TCRH haben Hersteller und Anwender die Möglichkeit, gemeinsam zu prüfen, wie sich Produkte in realistischen Szenarien verhalten. Dabei stehen neben der technischen Funktion auch die Bedienbarkeit unter Stress, die Integration in Einsatzabläufe, die Zusammenarbeit verschiedener Fachdienste und der tatsächliche Mehrwert für die Praxis im Vordergrund.
Einsatzunterstützung und operative Anwendung
Neben Forschung und Testung kann das TCRH auch bei der Entwicklung lagebezogener Konzepte, Trainingsprogramme und Einsatzunterstützungsformate mitwirken. Für Behörden, die Bundeswehr und hoheitliche Auftraggeber können auftragsbezogene Lösungen entwickelt werden, beispielsweise für besondere Einsatzlagen, die Tierseuchenbekämpfung, Suchmaßnahmen, die Führungsunterstützung oder interdisziplinäre Übungen.
Konzipieren, planen, entwickeln und testen
Das TCRH bietet alle Möglichkeiten für Forschung, Entwicklung und Anwendung, um unter realistischen Bedingungen Produkte und Dienstleistungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu planen, zu entwickeln und zu testen.
Plattform für Zusammenarbeit
Komplexe Sicherheitsfragen lassen sich nicht isoliert lösen. Forschung, Wirtschaft, Einsatzpraxis, Verwaltung und Ausbildung müssen daher frühzeitig zusammenarbeiten, damit aus technischen Möglichkeiten einsatzfähige Lösungen entstehen.
Das TCRH versteht sich deshalb als Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Hochschulen, Unternehmen, Behörden, Organisationen und Anwender können hier gemeinsam Szenarien entwickeln, Verfahren testen, Ergebnisse bewerten und neue Standards für Ausbildung, Anwendung und Einsatzvorbereitung ableiten.
Projekte (Auszug)
- VTOLASP – Forschungsstudie zur Wildtiererkennung
- Digitaler Lagetisch – Lagebilddarstellung und Einsatzführung 2D und 3D
Projektpartner: Fraunhofer Institut, BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. - Witterungsausbreitung in kollabierten Gebäuden und urbanen Strukturen
Projektpartner: BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. - T.I.E.R. – Technologie zur Identifikation und Erforschung von Wildtieren
- Generierung von Statistiken aus Lagebildkarten
- Entwicklung von Einsatzführungssystemen bei besonderen Einsatzlagen, Katastrophen oder in der Tierseuchenbekämpfung
- Softwaregestützte Luftbildauswertung zur Detektion vermisster Personen
Projektpartner: BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. - B.UR.S.T. – Building Ruin Structures – Konzeption, Planung, Bau und Betrieb von Ausbildungs- und Trainingsanlagen für Search and Rescue Teams
- Technische Ortung mit Search Cams und Mikrofonen – Marktevaluierung und Produkttests
- Technische Ortung mit dem Bioradar – Produkttests
- WAUG – Wissenschaftliche Analyse der Unterbringung von Gebrauchshunden.
Projektpartner: Hochschule für angewandte Wissenschaft (HAW) Hamburg, Freie Universität Berlin, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, BRH Bundesverband Rettungshunde e.V., Jagdgebrauchshundeverband (JGHV), Bundespolizei - Swarm of Drones – Schutz kritischer Infrastruktur
- Vereinfachtes Retten und Bergen – Abgleich traditioneller und moderner Methoden (Projekt “Starker Bund” mit verschiedenen Hilfsorganisationen und SRHT-Spezialisten)
- Tests von Drohnensystemen zur schnellen und sicheren Ortung von Verschütteten
- Produkt-Tests Rettungssägen, Verankerungstechnik, Heben und Bewegen von schweren Lasten
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